Viele von euch haben wahrscheinlich die letzten Wochen die Ereignisse um Wikileaks mitbekommen.
Anfangs stellte Wikileaks immer weitere äußerst brisante Dokumente ins Internet. Äußerungen, welche wahrscheinlich unsere Politiker nicht gerade gerne hören wollen. Hinzu kam die Fandung des Wikileaks Gründers Julian Assange, welcher angeblich wegen Vergewaltigung gesucht wurde. Inzwischen sitzt er in Untersuchunghaft und Wikileaks wird versucht das Leben schwer zu machen. Sei es durch die Sperrung von Konten (MasterCard oder PayPal) oder Zugriffen auf ihre Datei (Amazon).
Dies lassen sich die Wikileaks Anhänger natürlich nicht gefallen und sind derzeit fleißig dabei die Server von den Unternehmen lahm zu legen, welche Wikileaks das Leben schwer macht. Unter dem Titel "Operation Payback" wird von der Gruppe Anonymous ein freiwilliges Botnet zusammengestellt, welches für die Angriffe auf diese Unternehmen dienen soll.
Bei Wikileaks scheiden sich insgesamt die Geister. Die Einen finden das Vorgehen vollkommen gerechtfertigt und die Anderen verurteilen es, da Informationen preis gegeben werden, welche Menschenleben in Gefahr bringen können. Ob dies nun wirklich stimmt, ist bis jetzt nicht bestätigt worden.
Fest steht jedoch, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis jemand auf eine Idee wie Wikileaks gekommen wäre. Andere Whistleblower Plattformen existieren bereits seit längerem, nur haben diese natürlich nicht so brisante Dokumente veröffentlicht wie Wikileaks.
Das Ziel, welches Wikileaks verfolgt ist in heutiger Zeit äußerst wichtig, da immer mehr Informationen von Konzernen und der Politik kontrolliert werden. Immerhin leben wir in einem Land und in einer Zeit, in der die Pressefreiheit groß geschrieben wird. Es ist natürlich zu unterscheiden ob es sich um private Daten handelt und damit Personen in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzen oder um Daten, welche zurückgehalten werden um Menschen zu manipulieren. Beispiele hierfür sind die Menschenrechtsverletzungen, welche die USA im Irak und Afghanistan begangen haben.
Jedem bleibt es frei zu entscheiden auf welcher Seite er steht. Jedoch sollte jeder wissen und akzeptieren, dass die derzeitigen Medien uns definitiv nicht über alles informieren, was eigentlich an die Öffentlichkeit kommen sollte.
Wer sich mehr informieren möchte sollte sich auf folgenden Internetseiten umsehen.
- Die fünft Gewalt (Artikel von Heise – Telepolis)
- Wikileaks.org
- Verschiende Artikel auf Golem
Update
Assange soll nun vielleicht auf Kaution frei kommen. Ob aber eine Kautionshöhe von fast 300.000 € gerechtfertigt ist, ist ein anderes Thema. Inzwischen haben sich bereits Leute wie Michael Moore gemeldet, welche ihr Hilfe beim sammeln der Kaution anbieten.